"Danke für ihre Spende" steht an einer Tür mit einem Schlitz. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Patrick Pleul)

Mehr als drei Millarden Euro in diesem Jahr Studie: Tiefststand bei Zahl privater Spender

In Deutschland spenden laut einer Studie immer weniger Menschen an gemeinnützige Organisationen oder an die Kirchen. Die Spender geben dafür mehr Geld für gute Zwecke aus.

In Deutschland spenden laut einer Studie immer weniger Menschen an gemeinnützige Organisationen oder an die Kirchen. Das steht in einer Untersuchung des Deutschen Spendenrats. Danach waren es in den ersten neun Monaten dieses Jahres fast 16 Millionen Menschen - 700.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Das sei der niedrigste Wert seit der Spendenrat mit seinen Untersuchungen im Jahr 2005 begonnen hat. Damals hatten noch 30 Millionen Menschen gespendet. Die Spender sind dafür großzügiger geworden: Ingesamt haben die Bundesbürger von Januar bis September 2019 knapp 3,3 Milliarden Euro gespendet. Das sei das drittbeste Ergebnis seit 2005.

Die Generation "70 plus" ist am großzügigsten

Durchschnittlich würde pro Spende 35 Euro ausgegeben. Am spendenfreudigsten ist die Generation "70 plus": Allein 5,2 Millionen Menschen aus dieser Altergruppe spendeten zwischen Januar und September insgesamt 1,332 Milliarden Euro.

Etwa drei Viertel der Spenden gehen laut Spendenrat trotz eines leichten Minus in die humanitäre Hilfe (75,3 Prozent). Während dieses Geld maßgeblich in Not- und Katastrophenhilfe fließt, müsse die langfristige Entwicklungshilfe Spendenrückgänge hinnehmen.

REDAKTION
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