Rentner bei der Bundesgartenschau in Havelberg in Sachsen-Anhalt. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Söder will "Rentenschutzschirm" Streit um Grundrente geht weiter

Im Streit um eine Grundrente für bedürftige Senioren hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen eigenen Entwurf vorgelegt. Davon hält Sozialminister Hubertus Heil (SPD) wenig.

Heil, der die Grundrente auf die politische Agenda gebracht hat, kritisierte Söders Vorstoß, weil er seiner Ansicht nach viele Menschen außen vor lassen würde, die eine Grundrente verdient hätten. Er hielt dagegen: "Von meinem Vorschlag profitieren drei Millionen Menschen in Deutschland, zu 75 Prozent übrigens Frauen."

Freibetrag und höheres Schonvermögen

Nach Söders Plänen sollen Bezieher der Grundsicherung im Alter bis zu 212 Euro im Monat von ihrer gesetzlichen Rente behalten dürfen. Allerdings nur, wenn sie mindestens 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Im Audio erklärt CSU-Chef Söder seine Ideen:

Rund 175.000 Menschen sollen nach Angaben der CSU von diesem Modell profitieren. Die Kosten würden sich auf rund 445 Millionen Euro pro Jahr belaufen. Weitere 50 bis 60 Millionen Euro kämen hinzu, um einen weiteren Freibetrag für rund 60.000 Bezieher der Mütterrente zu finanzieren. Das Schonvermögen für Bezieher der Grundsicherung solle zudem von 5.000 auf 15.000 Euro steigen.

Heils Vorschlag ist deutlich teurer

Heils Vorschlag dagegen kostet einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag. Er sieht vor, niedrige Renten unabhängig von einer Bedürftigkeitsprüfung aufzustocken. Zudem könnte das Wohngeld für Menschen, die in Gegenden mit hohem Mietniveau leben, um einen Freibetrag erhöht werden .

Im Audio erklärt SWR-Korrespondent Uwe Lueb die Vor- und Nachteile der beiden Konzepte:

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