Geldscheine in Bündeln: Die Steuereinnahmen werden auf 124,3 Miliarden Euro wengier geschätzt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Silas Stein/dpa)

Steuerschätzung: Weniger Geld als geplant Deutschland wird rund 124 Milliarden Euro Steuern weniger einnehmen

Die Steuereinnahmen des Staates werden in den nächsten Jahren deutlich langsamer steigen als zuletzt. Die Schätzung prognostizierte am Donnerstag rund 124 Milliarden Euro weniger.

Die Konjunktur ist schwächer, die Steuereinnahmen gehen zurück. Der Gesamtstaat aus Bund, Ländern und Gemeinden muss in den Jahren bis 2023 mit rund 124 Milliarden Euro weniger planen. Noch im Oktober wurden höhere Einnahmen veranschlagt. Das ging am Donnerstagnachmittag aus der veröffentlichten Schätzung hervor.

Scholz bleibt gelassen

Für Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) schmälert das die Möglichkeiten, weiter für Wirtschaftswachstum in Deutschland zu sorgen. Aber: Der Staat wird trotzdem weiterhin durchschnittlich mehr einnehmen als in den Vorjahren - und kann sogar weiter mit neuen Rekorden rechnen.

Scholz' Botschaft ist darum auch: Alles nicht so dramatisch. "Die Steuereinnahmen steigen weiterhin", betonte er in Berlin. Der Bund alleine wird der Schätzung zufolge rund 70 Milliarden Euro weniger einnehmen.

REDAKTION
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