Neubauten in Stuttgart - lieber hoch statt breit bauen?  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Wohnungsbau in Stuttgart Städteplaner erklärt, was besser ist als neue Hochhäuser

AUTOR/IN

Wohnungssuche in Stuttgart = Mission Impossible. Anstatt einfach neue Hochhäuser zu bauen, wäre es intelligenter, auf einstöckige Gebäude aufzubauen, sagt Städteplaner Franz Pesch.

Zu hohe Sicherheitsauflagen

In die Breite kann man nicht bauen, weil in vielen deutschen Städten der Platz fehlt. Nach oben bauen mache aber auch nur bis zu einer gewissen Grenze Sinn, sagt Franz Pesch. Er ist Städteplaner und emeritierter Professor für Stadtplanung an der Universität Stuttgart.

Je höher die Hochhäuser seien, desto höher seien nämlich auch die Auflagen, die diese Häuser erfüllen müssten, so Pesch. "Jenseits der Hochhaus-Grenze sind Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, die das Wohnen relativ teuer machen."

In deutschen Städten sind Freiflächen Mangelware, deswegen sei es besser, auf einstöckige Gebäude wie Supermärkte aufzubauen - allerdings auch hier nur bis zur Hochhaus-Grenze:

Entspannung auf dem Wohnungsmarkt?

Insgesamt wird sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt nach Peschs Einschätzung positiv entwickeln: "Es gibt in Stuttgart seit einiger Zeit eine systematische, zielführende Wohnungspolitik." Die sei auch notwendig, weil Stuttgart in den letzten Jahrzehnten viel öffentlichen Wohnraum verloren habe. Als positive Beispiele nannte er die Neubaugebiete Neckarpark, das Olga-Areal und das Rosensteinviertel.

AUTOR/IN
STAND