Frauen haben im Alter oft deutlich weniger Geld zur Verfügung als Männer. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Monika Skolimowska/ZB/dpa)

Bis zu 1.800 Euro mehr übrig vom Verdienst Das bringt die Abschaffung des Solidaritätszuschlags

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Viele Singles werden nach der Teil-Abschaffung des Solidaritätszuschlags bis zu 900 Euro mehr auf dem Konto haben, Familien bis zu 1.800 Euro.

Mit dem neuen Gesetz fällt für 90 Prozent der heutigen Soli-Zahler die Abgabe komplett weg. Für weitere sechseinhalb Prozent entfällt der Zuschlag teilweise.

Grenzen sind Jahreseinkommen von 73.800 Euro oder 151.000 Euro

Bei einem Arbeitnehmer, der nicht verheiratet ist, liegt die Grenze bei einem Jahreseinkommen von 73.800 Euro. Wer weniger verdient, zahlt in Zukunft überhaupt keinen Solidaritätszuschlag mehr. Bei Familien mit zwei Kindern liegt die Grenze bei 151.000 Euro. Wenn die Eltern verheiratet sind und solange beide gemeinsam nicht mehr verdienen als 151.000 Euro im Jahr, müssen auch sie künftig keinen Soli mehr zahlen.

Das bringt die Abschaffung des Soli: zwei Beispiele

Ein Krankenpfleger mit einem Jahresbruttolohn von 31.500 Euro zahlte bisher 202 Euro pro Jahr für den Soli. Ab sofort zahlt er nichts mehr. Bei einem kinderlosen Ehepaar – bei dem sie als Erzieherin 40.800 Euro im Jahr verdient und ihr Mann als angestellter Maurer 33.600 Euro – entfällt der gemeinsame Solidaritätszuschlag von 565 Euro ebenfalls komplett.

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