Wegen Schnee gesperrte Straße (Foto: dpa Bildfunk)

Schneefälle in Bayern und Österreich Immer mehr Orte von der Außenwelt abgeschnitten

In Österreich und Bayern sind weitere Orte durch Schneefall und Lawinen von der Außenwelt abgeschnitten. Allein im österreichischen Bundesland Salzburg sind 17.000 Menschen betroffen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den vom Schneechaos betroffenen Landkreisen in Bayern die Hilfe der Bundeswehr zugesichert. Sie sagte, die Soldaten bleibten so lange wie nötig. Zurzeit helfen Soldaten zum Beispiel, Hausdächer in Berchtesgaden freizuschaufeln. In den bayerischen Katastrophengebieten sind jetzt insgesamt rund 5.000 Kräfte im Einsatz.

Balderschwang ist eingeschlossen - Lawine trifft Hotel

Im bayrischen Balderschwang im Oberallgäu sitzen rund 1.000 Menschen nach dem Abgang einer Lawine fest. Ursprünglich sprach die Polizei von rund 2.000 Betroffenen. Am Morgen hat dort eine Lawine ein Hotel getroffen. Laut Polizei drückte sie die Fenster des Hotels ein, verletzt wurde niemand.

Zweithöchste Lawinenwarnstufe für Bayern

Aufgrund der neuen Schneefälle ist die Lawinengefahr in den Alpen wieder gestiegen. In Bayern gilt die zweithöchste, in Teilen Österreichs die höchste Warnstufe. In mehreren bayrischen Landkreisen gilt der Katastrophenfall. Vielerorts befreien Feuerwehrleute Dächer von der extremen Schneelast:

Dauer

Bei Lech am Arlberg kamen am Samstag bei einem Lawinenabgang drei Skifahrer aus Oberschwaben ums Leben. Ein vierter Mann wird noch vermisst.

Auch Überschwemmungen drohen

In den nächsten Tagen werden weitere Schneefälle erwartet. Neben Neuschnee hat in vielen Gebieten Regen eingesetzt. Wegen des Tauwetters drohen Überschwemmungen an mehreren Flüssen nördlich der Donau und in den Alpen.

REDAKTION
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