SWR2-Tagesgespräch mit Heinrich Bedford-Strohm "Politische Farbenlehre" beim Kirchentag außen vor lassen

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In Dortmund beginnt der Evangelische Kirchentag. Mit dabei: Viele Redner nahezu aller Parteien. Nur die AfD ist nicht eingeladen. Der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, verteidigt diese Entscheidung im SWR2 Tagesgespräch.

Im SWR2 Tagesgespräch sagte Heinrich Bedford-Strohm, gerade auch nach dem jüngsten Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, sei es fällig, dass die AfD ihr Verhältnis zu Rechtsextremismus kläre. Den Vorwurf, der Kirchentag sei politisch einseitig, lässt der EKD-Vorsitzende nicht gelten:

Kirchentag in Dortmund am Dortmunder U (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Bernd Thissen/dpa)
Das Motto des Dortmunder Kirchentags lautet "Was für ein Vertrauen", hier auf einem der Wahrzeichen der Stadt, dem Dortmunder U. picture alliance/Bernd Thissen/dpa

"Wollen kein Podium für Ausgrenzung bieten"

Die Vorsitzende der EKD-Synode in Deutschland, Irmgard Schwaetzer, hat die Entscheidung der Evangelischen Kirche verteidigt, keine offiziellen Vertreter der AfD zum Kirchentag nach Dortmund einzuladen. Im SWR sagte Schwaetzer: "Der eigentliche Entscheidungsgrund war, dass wir kein Podium für die Verbreitung der Abgrenzung und möglicherweise auch des Hasses bieten wollen." Mehr von Irmgard Schwaetzer hören Sie im Audio:

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