Malu Dreyer denkt nicht an Ende der Groko wegen Streit um Von der Leyen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Arne Dedert/dpa)

SWR Interview der Woche mit SPD-Interimschefin Dreyer: Streit um von der Leyen kein Grund für Ende der Groko

Zerbricht die Große Koalition in Berlin, wenn Verteidigungsministerin von der Leyen EU-Kommissionschefin wird? Nein - sagt SPD-Interimschefin Dreyer im SWR.

Nachdem sich die Regierungschefs der EU auf Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als neue EU-Kommissionschefin geeinigt hatten, gab es in Deutschland heftigen Gegenwind aus der SPD - auch über ein Ende der Koalition wurde spekuliert.

Im SWR Interview der Woche erteilt SPD-Interimschefin Malu Dreyer solchen Gerüchten eine klare Absage: "Die Bundeskanzlerin war vertragstreu - deswegen ist das kein Grund für uns, die Koalition zu verlassen." Im Koalitionsvertrag sei vereinbart worden, sich im Fall abweichender Meinungen zu EU-Themen zu enthalten. Genau das habe die Kanzlerin getan.

Das ganze Interview mit Malu Dreyer können Sie hier hören:

Kritik an Klimapolitik der Regierung

In Sachen Klimaschutz äußert Dreyer scharfe Kritik an der Regierung: Es sei "eigentlich wirklich nur zum schämen", dass die vereinbarten Klimaziele bis jetzt nicht erreicht worden seien. Im September werde aber ein Klimaschutzgesetz vorgelegt. Das würden die Leute zu Recht erwarten und so sei das auch im Koalitionsausschuss vereinbart worden.

Neue SPD-Spitze: Dreyer rechnet eher mit Doppelspitze

Was die Suche nach einer neuen SPD-Führung angeht, hält sich die Interims-Parteichefin bedeckt. Sie wollte keine Prognose abgeben, wie viele Kandidaten sich bewerben könnten.

Dreyer geht aber davon aus, dass sich mehr Teams als Einzelkandidaten melden werden. "Das liegt auch ein bisschen an der Stimmung in der Partei. Viele sagen, das ist eine gute Sache, mal eine Doppelspitze zu haben, im Team zu arbeiten."

INTERVIEW
STAND
REDAKTION