Wolfgang Schroeder (Foto: SWR)

SWR Interview der Woche Politik-Experte Schroeder rechnet mit rot-rot-grün in Brandenburg

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Politikwissenschaftler Prof. Wolfgang Schroeder rechnet bei der Landtagswahl in Brandenburg mit einer schwierigen Regierungsbildung zwischen SPD, Linke und Grüne. Für Sachsens CDU sieht er im SWR nur noch eine Chance, um weiter zu regieren: Wortbruch.

Im SWR sagte Schroeder, er glaubt, dass es in Brandenburg nach den Landtagswahlen zu einer rot-rot-grünen Regierung kommen wird - allerdings nur unter großen Schwierigkeiten. Diese Dreierkonstellation, so Schroeder im SWR Interview der Woche, sei nicht so einfach zu händeln.

Dauer

"Wenn man nur mal auf das Verhältnis Grüne und SPD schaut, dann hat man mit der Frage: 'Wie hältst du's mit der Kohle' einen derart großen Spalt zwischen den beiden Parteien, der sich nicht einfach verhandlungstechnisch auflösen lässt."

Prof. Wolfgang Schroeder, Politikwissenschaftler vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Dennoch rechnet der Politikwissenschaftler damit, dass SPD, Linke und Grüne zusammen regieren werden, "da der Widerstand in den anderen Parteien im Hinblick auf Koalitionswilligkeit auch nicht gering ist". Diese Parteien werden die Verantwortung übernehmen, so Schroeder.

Sachsen-CDU nur durch Wortbruch wieder regierungsfähig

Die Regierungsbildung in Sachsen wird noch deutlich schwieriger als in Brandenburg, glaubt Schroeder. Einerseits seien "diejenigen, die sich für die AfD stark machen, über Argumente, über vernunftbegabte Orientierungen der staatlichen Regierungskunst nicht mehr ansprechbar".

Andererseits habe auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sowohl eine Minderheitsregierung als auch Koalitionen mit der AfD und der Linkspartei abgelehnt. Schroeder wörtlich: "Und damit hat sich diese Partei an sich derart eingegraben, dass sie am Ende der Tage nur durch einen Wortbruch wieder regierungsfähig werden wird."

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