Tilman Kuban (Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, CDU) (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Michael Kappeler/dpa)

SWR Interview der Woche JU-Vorsitzender Kuban: "SPD nimmt Land in Geiselhaft"

Ob die SPD die Große Koalition verlässt oder nicht, soll sich im Dezember klären. Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, kritisiert im SWR Interview der Woche das Verhalten der Sozialdemokraten. In Sachen Klimapolitik setzt er auf schnelle Bahnverbindungen.

Steht das Ende der Großen Koalition bevor? Es sei Sache der SPD, wenn sie nicht mehr in der Lage sei, Verantwortung zu übernehmen, sagt Tilman Kuban (CDU), Vorsitzender der Jungen Union (JU), im SWR. Deswegen dürfe sie aber "nicht das ganze Land in Geiselhaft nehmen" - und die Union nicht jede ihrer Forderungen mitmachen, "nur um diese Koalition auf Gedeih und Verderb zu halten".

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Klimapaket: "Menschen sollen sich weiter Flüge leisten können"

Einzelne Forderungen aus dem Klimapaket der Bundesregierung bezeichnet Kuban als "ein bisschen schizophren". Es solle weniger geflogen und mehr Bahn gefahren werden, sagt er. Die günstigeren Bahntickets sollten aber diejenigen finanzieren, die noch fliegen.

Kuban betont, dass die Menschen sich weiterhin Flüge leisten können. Zugleich müsse man sich aber fragen, ob ein Flug immer notwendig sei. Es sei wichtig, Alternativen zu schaffen. Daher fordert er einen Ausbau des Hochgeschwindigkeitszuges Hyperloop, "der neuesten Form des Transrapids". Deutschland solle so eine Technik nicht wieder nur exportieren, sondern selbst Vorreiter sein. So könne man Flüge innerhalb Europas überflüssig machen.

"Das ist sicherlich so ein bisschen für einige noch Science Fiction - aber ich glaube, dass es in meiner Generation noch Realität werden kann."

Tilman Kuban, Vorsitzender der Jungen Union
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