Flugzeuge der Airline Lufthansa am Boden (Foto: Reuters Connect)

Störung bei Deutscher Flugsicherung Flugausfälle am Frankfurter Flughafen wegen Software-Problemen

Am Frankfurter Flughafen sind am Montag 66 Flüge gestrichen worden. Grund dafür sind Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung. Bis zu deren Lösung dauert es noch einige Tage.

Alleine die Lufthansa musste am Montag in Frankfurt 46 Flüge streichen. Davon seien nach Unternehmensangaben insgesamt 4.500 Passagiere betroffen. Passagiere sollten sich vor ihrem Abflug über den aktuellen Status ihres Fluges informieren, hieß es weiter. Insgesamt können 66 der rund 1.400 geplanten Flüge nicht stattfinden, teilte Flughafenbetreiber Fraport mit. Am Flughafen Stuttgart gab es bisher keine Beeinträchtigungen, teilte eine Sprecherin am Montag mit.

Flugsicherheit sei nicht gefährdet

Ein Software-Problem bei den Fluglotsen schränkt den Luftverkehr schon seit Tagen über weiten Teilen Deutschlands ein. Erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag soll versucht werden, eine alternative Software zu installieren. Die Sicherheit des Luftverkehrs sei aber nicht gefährdet, so die Deutsche Flugsicherung (DFS).

Software stellt Lotsen Fluginfos zur Verfügung

Bereits seit Mittwochabend hat das bundeseigene Unternehmen die Verkehrsmenge für den Luftraum über Südwestdeutschland um ein Viertel reduziert. Als Ursache für die Probleme wird ein Software-Update aus dem Februar vermutet. Als Lösung soll eine ältere Version des Programms installiert werden. Betroffen sei nur der Bereich, der von Langen bei Frankfurt aus kontrolliert wird.

Das Programm stellt nach DFS-Angaben den Lotsen alle für den Flugverlauf wichtigen Daten jedes Fluges zur Verfügung. Das sind beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke und die erwartete Überflugzeit.

Momentan arbeite das System aber fehlerhaft, so dass die Lotsen genauer und zeitaufwendiger hinschauern müssten. Die übrigen Sicherungssystems stünden uneingeschränkt zur Verfügung, und auch die übrigen Zentren der Flugsicherung für andere Lufträume seien nicht betroffen.

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