Eine Hebamme tastet den Bauch einer Schwangeren ab (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Reform der Hebammenausbildung Studium soll praxisorientiert bleiben

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Der Bundestag hat in der Nacht auf Freitag eine Reform der Hebammenausbildung beschlossen. Hebammen sollen in Zukunft ein Studium absolvieren. Trotzdem soll auch das Studium praxisorientiert bleiben.

Viele Änderungen, keine Nachteile

Hebammen werden für ihren Beruf bald fünf Jahre studieren, statt eine Ausbildung zu absolvieren. Auch wenn dabei viel theoretische Arbeit dazukommt, sagte die Leiterin der Hebammenschule Heidelberg, Cordula Fischer, im SWR: "Es soll ein duales Studium werden, das heißt es bleibt eine praxisorientierte Ausbildung."

Außerdem werde es eine enge Verzahnung zwischen der Hochschule und der Hebammenschule in Heidelberg geben. Klares Ziel sei eine Hebamme, die auch in der Praxis arbeite.

Stellung der Hebammen wird gestärkt

Natürlich werde es aber auch einige Veränderungen im Studium geben. Statt drei Jahren Ausbildung dauere das Studium dann dreieinhalb Jahre. "Außerdem wird sie akademischer, das heißt, sie bekommt eine breitere theoretische und wissenschaftliche Fundierung", sagte Fischer.

Auf dieser Basis gebe es die Chance, dass das Ansehen der Hebammen in der Gesellschaft aber auch gegenüber medizinischem Personal steigt. Fischer glaubt: "Wenn das jetzt auch gesetzlich einen adäquaten Rahmen bekommt, dann hat das ein hohes Potenzial die Zusammenarbeit zu verbessern."

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