Logo HateAid Hilfe gegen Hass im Netz (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Soeren Stache/dpa)

Unterstützung für Opfer von digitaler Gewalt Hate Aid hilft gegen Hass und Hetze im Netz

Hate Aid will Betroffenen von digitaler Gewalt helfen und dabei deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Das geht von persönlicher Beratung bis zu Prozesskostenfinanzierung. Heute wurde das Angebot in Berlin vorgestellt.

Soziale Netzwerke gehören inzwischen zum Alltag. Mit der Verbreitung von Facebook und Co. hat aber auch der Hass im Netz massiv zugenommen: Strafrechtlich relevante Volksverhetzung aber auch Beleidigungen, Bedrohungen, Hate Storms. Das Angebot von Hate Aid will aufklären über die Hintergründe, aber vor allem Betroffene unterstützen.

Hauptstadtkorrespondentin Ramona Schlee berichtet von der Pressekonferenz zur Vorstellung von Hate Aid:

Erste Anlaufstelle für Betroffene

Wer im Netz attackiert wird, kann sich an Hate Aid wenden und bekommt Unterstützung für Abwehrstrategien. Bei schweren Fällen werden auch Therapeuten hinzugezogen.

"Die Betroffenenberatung geschieht kostenlos und ohne Ansehen der Person, ihrer Meinung oder ihres politischen Hintergrundes. Ausgeschlossen von der Beratung allerdings sind Personen, die selbst Hass im Netz verbreiten."

Internetseite HateAid.org

Kostenfreie juristische Unterstützung

Bisher werden Verfahren wegen Gewalt im Netz häufig ohne Konsequenzen für die Täter eingestellt. Viele Betroffene scheuen die Kosten, die bei einem Zivilprozess auf sie zukommen und klagen deshalb nicht. Hate Aid bietet kostenfreie Beratung durch Anwälte und übernimmt nach einer entsprechenden Prüfung auch die Kosten für eine Zivilklage.

Wer steckt dahinter? Woher kommt das Geld?

Hate Aid ist eine gemeinnützige GmbH unter dem Dach der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin und finanziert sich durch Spenden. Bei erfolgreichen Schadenersatz-Klagen wird Hate Aid an den Erlösen beteiligt.

Hauptstadtkorrespondent Uwe Lueb hält Hate Aid für eine gute Sache:

REDAKTION
STAND