Kirsten Tromnau (Foto: SWR)

Online-Handel boomt. Ein Kommentar Einkaufen in der Stadt macht keinen Spaß mehr

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Der Online-Handel sorgt für Umsatzeinbußen in vielen Ladengeschäften und verstopft die Straßen der Städte. Doch das haben sich Ladenbetreiber und Städte selbst zuzuschreiben, meint Kirsten Tromnau.

Mein letztes Einkaufserlebnis in der Stadt hat mich von meinen guten Vorsätzen kuriert: Ich wollte weniger online einkaufen und mein Geld lieber im Ladengeschäft ausgeben.

Nicht alle Retouren gehen wieder in den Verkauf. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Oliver Berg/dpa)
Der Online-Handel führt zu zusätzlichen Lieferverkehr - eher selten zu Fuß picture alliance/Oliver Berg/dpa

Doch dann das: Ich brauchte staubedingt etwas länger in die Innenstadt, noch länger brauchte ich, um einen Parkplatz zu finden. In den Geschäften waren die Angestellten entweder nicht auffindbar oder schlecht gelaunt. Daraufhin beschloss ich mein Einkaufsverhalten zu ändern, ich suchte ein Geschäft mit gut gelaunten und freundlichen Mitarbeitern. So fand ich nach langem Suchen eine kleine Kaffeerösterei, doch mein Einkaufszettel wurde nicht kürzer.

An diesem Tag kam ich schließlich frustriert und nun selbst schlecht gelaunt nach Hause. Daran musste ich denken, als ich gelesen habe, dass seit Dienstag Experten auf einer Konferenz in Mainz über Probleme mit dem wachsenden Online-Handel beraten. Ich rate zu mehr Freundlichkeit, Service, kostenlosem Parken und einem liebevolleren Kundenumwerben mit motivierten und glücklichen Mitarbeitern. Dann macht Einkaufen in der Innenstadt wieder Spaß.

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