Nach Zyklon im Südosten Afrikas Nach Zyklon "Idai" droht in Simbabwe neue Gefahr durch einen Dammbruch

Eine Woche nach dem Tropensturm ist die Lage im südlichen Afrika verheerend. Jetzt droht der Damm eines Stausees zu brechen – und bringt damit mehr als 1.000 weitere Familien in Gefahr.

Über eine Woche ist es her, dass der Tropensturm "Idai" über das südliche Afrika gezogen ist - und die Lage für die Überlebenden wird immer dramatischer. Insgesamt sind nach neuesten Angaben mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen. Andere Quellen sprechen von einer vierstelligen Zahl an Toten. Etwa 15.000 Menschen seien jetzt ohne Obdach oder von Wassermassen eingeschlossen.

In der Stadt Beira geht man davon aus, dass nahezu 90 Prozent der Häuser zerstört oder beschädigt sind.

Anne Dreyer, Sprecherin der Diakonie Katastrophenhilfe

Man werde in Mosambik, aber auch in den anderen Ländern in den kommenden Wochen und Monaten helfen müssen. Die größte Herausforderung sei die Logistik, so Dreyer weiter. Es fehle an Trinkwasser, Trinkwasseraufbereitungstabletten und Nahrungsmitteln. Die Kommunikation im Land sei offenbar auch geschwächt, immer wieder falle das Internet und das Telefonnetz aus.

Kaum ist die Gefahr gebannt, droht schon neue

Schon in den vergangenen Tagen warnten Helfer vor drohenden Überschwemmungen durch weitere Regenfälle. In einigen Gebieten stehe das Wasser bis zu acht Meter hoch; mehrere Staudämme in Mosambik und Simbabwe drohen laut der Hilfsorganisation World Vision zu bersten, weil deren Aufnahmekapazität erschöpft ist.

Die Fluten hätten auch einen Damm in Vumba geschwächt, erklärte der Zivilschutz des Landes am Sonntag. "Allen, die stromabwärts leben, wird geraten, sich in Sicherheit zu bringen und höher gelegene Orte aufzusuchen", hieß es in einem Tweet des Zivilschutzes. Es gebe Anzeichen, dass der Damm nachgebe, mehr als 1.000 Familien seien in Gefahr, sagte der Chef der Einheit, Nathan Nkomo.

Das Katastrophengebiet nach Zyklon Idai erstreckt sich über hunderte Kilometer von Mosambik nach Simbabwe und Malawi. Der Zyklon war am 15. März nahe der Hafenstadt Beira in Mosambik auf Land getroffen. Stürme hatten die Region verwüstet und schwere Regenfälle weite Landstriche unter Wasser gesetzt.

REDAKTION
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