Brüssel: Ursula von der Leyen stellt die Verteilung der Fachressorts in der EU-Kommission vor (Foto: Reuters)

Neue EU-Kommission vorgestellt Von der Leyen präsentiert die Köpfe ihres "Kabinetts"

Die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat in Brüssel ihr künftiges Team vorgestellt.

Demnach soll der niederländische Sozialdemokrat Frans Timmermans in dem Gremium für die Klimapolitik zuständig sein.

Die Liberale Margrethe Vestager aus Dänemark soll das Ressort Digitales bekommen und der frühere italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni den Bereich Wirtschaft.

Insgesamt besteht die Kommission aus 27 Mitgliedern - erstmals ist sie fast zur Hälfte mit Frauen besetzt. Dazu sagte die EU-Abgeordnete Monika Hohlmeier(CSU) im SWR, dies sei wohl das Besondere an der neuen Kommission. Zudem brächten die Nominierten auch sehr viel Kompetenz mit. Dennoch ist Hohlmeier überzeugt, dass es bei einigen Kandidaten auch kritische Nachfragen von Seiten des EU-Parlaments geben werde.

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Ihre neue Kommission sei für von der Leyen ein Signal des Aufbruchs in eine neue, sich grundlegend wandelnde Zeit, berichtet unser Korrespondent Holger Beckmann:

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Jeder Mitgliedsstaat hat einen Kommissar

In der EU-Kommission stellt jeder Mitgliedstaat einen Kommissar. Ab Ende September müssen sich die Kandidaten Anhörungen in den Fachausschüssen im Europaparlament stellen. Damit die Kommission am 1. November ihr Amt antreten kann, muss das Parlament sie noch als Ganzes billigen.

Scheidender EU-Kommissar: Politik ist ein Beruf auf Zeit

Der scheidende EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) sieht dem Ende seiner Amtszeit in Brüssel mit gemischten Gefühlen entgegen. Auf die Frage ob mehr Wehmut oder Freude vorherrsche, antwortete Oettinger im SWR: „Beides, nach 10 Jahren in Brüssel, da hört man nicht so leicht auf, aber andererseits freue ich mich auf die neuen Aufgaben und ich bin froh, dass ich geordnet und nicht abgewählt rausgehe."

Die neue EU-Kommission bezeichnete er als einen guten Wurf. Es seien nur Männer und Frauen nominiert worden, die Europa stärken und nicht schwächen wollten. Oettinger will künftig als selbstständiger Wirtschafts- und Politikberater arbeiten.

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