Azubi in Werkstatt (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Felix Kästle/dpa)

Nationale Weiterbildungsstrategie Berufsabschluss und Fortbildung sollen gefördert werden

Weiterbildung im Beruf soll keine Ausnahme sein, sondern der Normalfall. Die "Nationale Weiterbildungsstrategie" soll auch den vielen Menschen ohne Berufsabschluss helfen.

Ohne Berufsabschluss ist es schwer, einen guten Job zu finden. In Deutschland sind davon mehr als zwei Millionen Menschen zwischen 20 und 34 Jahren betroffen. Ihnen will die große Koalition mit der "Nationalen Weiterbildungsstrategie" helfen. Das Bundesarbeits- und das Bundesbildungsministerium haben sie gemeinsam erarbeitet.

Berufliche Nachqualifizierung und ein zentrales Onlineportal

Beide Ministerien sprechen sich die für einen Anspruch auf berufliche Nachqualifizierung aus. Das heißt, wer keinen Berufsabschluss hat, soll ihn nachholen können - ohne große Hürden und mit Förderung. Wie genau die Förderung aussieht, lassen die Minister allerdings offen.

Laut einer Studie der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) ist in Deutschland fast jeder fünfte Arbeitsplatz durch Digitalisierung bedroht. Die OECD soll die Nationale Weiterbildungsstrategie begleiten und überprüfen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erläutert die Gründe für die Weiterbildungsstrategie:

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Das Aufstiegs-Bafög soll erhöht werden und die Beratung für Weiterbildung bei der Bundesagentur für Arbeit soll gestärkt werden. Der Arbeitsminister will zudem das Kurzarbeitergeld klarer mit Weiterbildung für Arbeitnehmer verknüpfen. Heil hat angekündigt, dazu im Herbst einen Gesetzentwurf vorzulegen.

Bildungsministerin Karliczek: "Echte Weiterbildungskultur im Beruf"

Betroffene sollen sich künftig im Internet leichter über Weiterbildungsangebote informieren können - mit Hilfe eines zentralen Onlineportals.Und die Bundesagentur für Arbeit soll Menschen, die ihre Arbeit verlieren, innerhalb von drei Monaten eine Weiterbildung anbieten. Bis wann genau die Maßnahmen umgesetzt werden sollen, lässt das Strategiepapier offen. Im November soll ein verbindlicher Zeitplan vereinbart werden.

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