Die CDU-Politikerin Ursula von der Leyen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Nachfolge von Jean-Claude Juncker "Eine Mehrheit ist eine Mehrheit" - von der Leyen neue EU-Kommissionspräsidentin

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Ursula von der Leyen hat es geschafft: Mit knapper Mehrheit wurde sie im EU-Parlament als erste Frau an die Spitze der EU-Kommission gewählt - zur Nachfolgerin von Jean-Claude Juncker.

Es seien die intensivsten zwei Wochen ihres politischen Lebens gewesen, sagte die frisch gewählte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (CDU). Zu ihrem knappen Vorsprung von nur neun Stimmen sagte sie, in der Demokratie sei eine Mehrheit eine Mehrheit.

Vor zwei Wochen, direkt nach ihrer Nominierung durch die Staats- und Regierungschefs, habe sie noch keine Mehrheit gehabt, sagte sie. Dienstag Abend erhielt sie 383 der 747 Stimmen. Dem EU-Parlament bot sie eine enge Zusammenarbeit an.

"Es lebe Europa"

Vor der Wahl im EU-Parlament hatte von der Leyen aufgelistet, für was sie als Präsidentin der EU-Kommission einstehen wolle. Eines ihrer Hauptanliegen: Europa solle bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent sein.

Sie machte auch deutlich, dass sie eine Reform des Dublin-Abkommens für die Verteilung von Flüchtlingen anstrebe. Außerdem müsse die EU die geflüchteten Menschen auf dem Mittelmeer retten und gleichzeitig gegen illegale Schlepperbanden vorgehen.

Von der Leyen beendete ihre Rede mit den Worten "Es lebe Europa" - auf Deutsch, Englisch und Französisch. Sie wechselte während der Rede immer wieder zwischen diesen drei Sprachen.

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