Frankfurter Hbf (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Arne Dedert/dpa)

Nach getötetem Jungen in Frankfurt So sollen Bahnhöfe sicherer werden

Nach dem Tod eines Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof will die Deutsche Bahn für mehr Sicherheit sorgen. Mehr Ansagen, Sicherheitspersonal und Videoüberwachung könnten dabei helfen.

Als Konsequenz aus den Angriffen auf Bahnhöfen will die Deutsche Bahn eine neue Projektgruppe für mehr Sicherheit ins Leben rufen. Das sagte Infrastrukturvorstand der Bahn, Ronald Pofalla, der "Bild"-Zeitung. Bahnmitarbeiter und Sicherheitsexperten sollten darin gemeinsam Vorschläge erarbeiten.

Am 29. Juli hatte ein Mann einen achtjährigen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen, das Kind starb. Der Tatverdächtige, ein Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

"Die allgemeine Sicherheitslage bei der Bahn ist gut"

Polizisten und Feuerwehrleute spannen im Hauptbahnhof eine weiße Plane als Sichtschutz vor einen ICE. (Foto: dpa Bildfunk, Andreas Arnold)
Polizisten und Feuerwehrleute spannen im Hauptbahnhof eine weiße Plane als Sichtschutz vor einen ICE. Andreas Arnold

Nach der schrecklichen Tat in Frankfurt solle dort geprüft werden, welche Möglichkeiten es gebe, die Bahnhöfe noch sicherer zu machen, sagte Pofalla. Die Gruppe solle Effizienz, Machbarkeit und Kosten ermitteln - zum Beispiel für Bahnsteigmarkierungen, Ansagen, mehr Sicherheitspersonal oder mehr Videoüberwachung.

Die Ergebnisse sollten dann auf andere Bahnhöfe in Deutschland übertragbar sein. "Die allgemeine Sicherheitslage bei der Bahn ist gut", sagte Pofalla der Zeitung. "Aber wir haben die Pflicht zu überprüfen, wo wir zusammen mit der Bundespolizei besser werden können."

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