Das Ende des UN-Klimagipfels endet mit einer gemeinsamen Erklärung  (Foto: SWR)

Nach dem UN-Klimagipfel Zähes Ende nach stundenlangen Verhandlungen

AUTOR/IN

Drei Jahre nach der historischen Einigung auf das Pariser Klimaabkommen haben fast 200 Staaten gemeinsame Regeln für die praktische Umsetzung beschlossen.

Es war ein zähes Ende. Erst mit mehr als 24 Stunden Verspätung fiel der Hammer in Katowice. Die Klimakonferenz hat ein Regelwerk beschlossen, das die politischen Beschlüsse aus dem Paris-Abkommen von vor zwei Jahren auch praktisch umsetzbar macht. Messen, Melden und Kontrollieren wird vereinheitlicht, das ist ein bleibendes Ergebnis.

Die Bundesumweltministerin zeigt sich zufrieden, das ist ein gutes Ergebnis, jetzt müssen wir zuhause mit der Arbeit anfangen, so Svenja Schulze (SPD).

"In Paris haben wir 2015 beschlossen, dass wir alle gemeinsam das Klima schützen wollen. Jetzt haben wir beschlossen, wie wir das tun werden. Wir haben erreicht, dass sich zum ersten Mal nicht nur die halbe, sondern die ganze Welt beim Klimaschutz in die Karten schauen lässt."

Bundesumweltministerin Svenja Schulze, SPD

Konkrete Zahlenvorgaben mussten gestrichen werden

Außerdem wird der Sonderbericht des Weltklimarates zu den massiven Folgen einer Erderwärmung von nur 1,5 Grad zumindest anerkannt, und die Staaten sollen ihn berücksichtigen, wenn sie ihre nationalen Klimaschutzmaßnahmen überprüfen. Das war vielen, auch der EU und Deutschland, eigentlich zu wenig.

Konkrete Zahlenvorgaben sind aber auf den Widerstand der USA, von Saudi-Arabien, Russland und anderen gestoßen und mussten gestrichen werden.

Probleme mit Brasilien und der Türkei, die den Abschluss verzögert haben, konnten schließlich beigelegt werden. Die Umweltverbände urteilen differenziert: Regelwerk und auch Finanzierung ist in Ordnung, der 1,5 Grad-Bericht zu schwach. Sie bemängeln vor allem, dass die Staaten zuhause viel zu wenig gegen den Klimawandel tun.

AUTOR/IN
STAND