Ein Schild weist an einer Fassade auf das Landgericht Stuttgart hin. (Foto: dpa Bildfunk)

Nach anonymen Droh-Mails Mehrere Landgerichte wegen Bombendrohungen zwischenzeitlich geräumt

AUTOR/IN

Nach Bombendrohungen wurden mehrere Landgerichte in Deutschland zwischenzeitlich geräumt und durchsucht, darunter auch das Gebäude in Stuttgart. Ein anonymer Absender hatte die Drohungen laut Polizei per E-Mail versendet.

Von den Bombendrohungen betroffen waren neben Stuttgart auch Gebäude in Potsdam, Magdeburg, Erfurt, Saarbrücken, Wiesbaden und Kiel. Die Landgerichte wurden nach den Räumungen durchsucht, gefunden wurde nach Angaben der Polizei aber nichts. Nach jetzigem Kenntnisstand habe keine Gefahr bestanden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Laut eines Sprechers des Landgerichts in Stuttgart sei es durch die Durchsuchung zu keinen nennenswerten Verzögerungen oder Einschränkungen im Gerichtsbetrieb gekommen.

Mail war mit "Nationalsozialistische Offensive" unterschrieben

Laut der Polizei seien die Drohungen in allen Fällen per Mail eingegangen. Der Absender sei anonym. Eine der Drohungen war demnach mit den Worten "Nationalsozialistische Offensive" unterschrieben. Ob die Drohungen einen realen rechtsextremistischen Hintergrund haben, konnte die Polizei bisher jedoch nicht einschätzen.

Barley verurteilt Drohungen gegen Gerichte

Justizministerin Katarina Barley (SPD) verurteilte die Bombendrohungen gegen die Landgerichte als Angriff auf die Justiz und das demokratische Gemeinwesen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte Barley: "Diese Straftaten müssen mit allem Nachdruck aufgeklärt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden."

AUTOR/IN
STAND