Nach Abgasskandal - Pforte des Kraftfahrtbundesamt in Flensburg (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Neue Betrugssoftware bei Daimler? Grüne fordern härteren Umgang mit Autoherstellern

Die Grünen fordern einen härteren Umgang mit den Autoherstellern. Hintergrund sind neue Vorwürfe gegen Daimler. Der Autobauer soll eine neue Betrugssoftware eingesetzt haben, um Stickoxid-Werte zu senken.

Für den grünen Umweltexperten Oliver Krischer ist der neue Manipulationsverdacht gegen Daimler kein Wunder. Der Vorgang zeige, dass das Kraftfahrtbundesamt wegen der laschen politischen Führung nicht ernst genommen werde.

Krischer verweist darauf, dass die Autohersteller bisher keine Bußgelder für ihre Schummeleien fürchten müssten. Das sei ein Freifahrtschein. Es werde Zeit für Konsequenzen, die Bundesregierung müsse nun endlich Hardwarenachrüstungen durchsetzen - und zwar auf Kosten der Autobauer.

Neue Vorwürfe gegen Daimler

Am Wochenende war bekannt geworden, dass das Kraftfahrtbundesamt ein Anhörungsverfahren gegen Daimler eingeleitet hat. Der Konzern soll bei etwa 60.000 SUVs die Stickoxid-Werte manipuliert haben. Ein Computerprogramm soll dafür gesorgt haben, dass die Abgaswerte auf dem Prüfstand unter dem gesetzlichen Grenzwert bleiben. Im Straßenbetrieb werde die Funktion dagegen deaktiviert.

Daimler bestätigte, dass es eine Anhörung geben soll. Die Gespräche mit dem Kraftfahrtbundesamt liefen seit Monaten.

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