Deutscher Friedhof im Vatikan aus der Vogelperspektive (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Gregorio Borgia/AP/dpa)

Mysteriöses Verschwinden der Emanuela Orlandi Keine Knochen in Vatikan-Gräbern gefunden - gar keine!

Die Öffnung von zwei Gräbern auf dem deutschen Friedhof im Vatikan hat nicht die erhoffte Aufklärung eines 36 Jahre zurückliegenden Kriminalfalls gebracht: Mysteriöserweise enthielten sie gar keine Knochen.

Vor 36 Jahren ist Emanuela Orlandi, Tochter eines Vatikan-Dieners, spurlos verschwunden. Durch die Öffnung der Gräber auf dem deutschen Pilgerfriedhof im Vatikan hoffte man, Hinweise auf ihren Verbleib zu finden.

Doch sowohl das Grab der 1836 verstorbenen Sophie von Hohenlohe sowie ein benachbartes Grab von Herzogin Charlotte Friederike von Mecklenburg (gestorben 1840) waren komplett leer, teilte Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Donnerstag mit. Es seien weder die Gebeine des verschwundenen Mädchens Emanuela Orlandi, noch andere Überreste gefunden worden.

Suchaktion nach anonymem Hinweis

Die Familie Orlandi sucht seit Jahren nach einer Antwort in dem Fall. Emanuela war 1983 im Alter von 15 Jahren spurlos verschwunden. Seitdem gab es immer wieder wilde Spekulationen zu ihrem Verbleib.

Zuletzt hieß es, die Familie habe einen anonymen Hinweis bekommen in dem stand: "Sucht, wohin der Engel schaut."

Der Bruder von Emanuela Orlandi, der bei der Graböffnung anwesend war, äußerte sich erstaunt darüber, dass in den Gräbern auch nicht die sterblichen Überreste der beiden adligen Damen aufzufnden waren, berichtet unser Korrespondent aus Rom:

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