Bangladesch, Dhaka: Rettungskräfte stehen auf den Resten einer zusammengestürzten Fabrik. Bei dem Einsturz des Gebäudes am 24. April 2013 kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben. (Archivbild) (Foto: dpa Bildfunk)

Katastrophen wie in Bangladesch verhindern Müller plant Gesetz für mehr Sicherheit bei ausländischen Zulieferern

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Deutsche Unternehmen sollen auf die Einhaltung von Sicherheitsstandards ihrer ausländischen Zulieferer verpflichtet werden. Das sieht ein Gesetzentwurf von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) vor.

Das Gesetz soll dafür sorgen, dass soziale und ökologische Standards von Ablegern deutscher Firmen und Auftragnehmern im Ausland besser umgesetzt werden.

Trauma Rana-Plaza

Knapp sechs Jahre ist das bisher größte Fabrikunglück in der Geschichte Asiens jetzt her: In Bangladesch stürzte das Rana-Plaza-Building ein, acht Stockwerke begruben über 1.100 Arbeiterinnen unter sich. Mehr als 2.500 Menschen wurden verletzt. Das Gebäude erwies sich als tödliche Falle.

Eigentlich hatte die Polizei die Fabrik am Vortag wegen Rissen im Mauerwerk gesperrt. Doch auf Druck ihrer Chefs waren die Arbeiterinnen trotzdem zur Schicht gekommen, als die Katastrophe passierte.

Was bringt ein solches Gesetz?

Damaliger Entwicklungshilfeminister: Dirk Niebel von der FDP. Sein Nachfolger Gerd Müller, CSU, will jetzt Druck auf deutsche Unternehmen machen, die im Ausland billig produzieren. Was würde ein solches Gesetz bringen? Elke Klingenschmitt aus der SWR-Umweltredaktion kommentiert.

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