Stephan E. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Uli Deck/dpa)

Vorführung vor Ermittlungsrichter Mordfall Lübcke: Stephan E. widerruft Geständnis

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Vor dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs wollte Stephan E sein Geständnis nicht wiederholen, im Gegenteil.

Nach SWR-Informationen hat E. seine Angaben zur Tötung von Walther Lübcke ausdrücklich widerrufen und schwieg ansonsten. Begleitet wurde Stephan E. dabei von einem neuen Anwalt aus Dresden.

Keine Auswirkungen zu erwarten

Aus Ermittlungskreisen hieß es zu dem Widerruf, dieser sei wohl eher taktischer Natur. Im Audio erklärt SWR-Terrorismus-Experte Holger Schmidt, warum er keine Auswirkungen haben dürfte:

U-Haft gilt weiterhin

Die Vorführung des Beschuldigten heute vor den Ermittlungsrichter in Karlsruhe hatte eher formellen Charakter. Stephan E. saß bislang aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Kassel in Untersuchungshaft.

Durch die Übernahme des Falls durch den Generalbundesanwalt ist nun aber der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof zuständig, der Haftbefehl wurde deshalb umgestellt und gilt wie die Untersuchungshaft weiterhin.

Auf Antrag #Generalbundesanwalt neuer Haftbefehl gegen Stephan E. wegen Mordverdachts im Fall #Lübcke. Der Haftbefehl des Ermittlungsrichters am #BGH ersetzt den vorherigen des Amtsgerichts Kassel - das ist eher ein formaler Akt.

So geht es weiter

Die Ermittlungen laufen weiter durch das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Hessen. Der Generalbundesanwalt wird die Ermittlungsergebnisse prüfen und nach Einschätzung von SWR-Terrorismus-Experten Holger Schmidt im Herbst mit großer Wahrscheinlichkeit Anklage wegen Mordes erheben.

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