Der baden-württembergische CDU-Landeschef Thomas Strobl und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Soeren Stache/dpa, picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa | Montage: SWR)

Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg Strobl und Dreyer besorgt über starkes Abschneiden der AfD

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Die AfD gewinnt in Sachsen und Brandenburg mehr Wählerstimmen dazu als alle anderen Parteien. Diese Tatsache löst auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Bestürzung aus.

Strobl „schmerzt“ das Erstarken der AfD

Der baden-württembergische Landeschef der CDU, Thomas Strobl, freut sich grundsätzlich über das gute Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen. Im SWR ergänzte Strobl aber:

"Auch wenn wir in Sachsen wieder die stärkste Partei sind, will ich gar nicht verhehlen, dass es mich schmerzt, dass die AfD in diesem Land so stark geworden ist."

Das Rezept gegen derartige Parteien sei simpel: "Wir sollten nicht über Themen sprechen, die die Bevölkerung nicht interessieren bzw. gar nicht vorhanden sind." In Sachsen habe "die klare Abwendung von Extremismus und die Hinwendung zu den Bürgern" der CDU am Ende nochmal sehr geholfen.

„Situation der Bundes-SPD nicht gerade Rückenwind für die Wahlkämpfer

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Leistung der Wahlkämpfer in Sachsen und Brandenburg gelobt. Im SWR sagte sie: "Die schwierige Situation der Bundes-SPD war nicht gerade Rückenwind für die Wahlkämpfer." Es sei erstaunlich, dass die SPD in Brandenburg dennoch die Wahl gewinnen konnte. "In Brandenburg durfte man sehen, dass die SPD auch noch Wahlen gewinnen kann, nämlich dort, wo erfolgreiche Ministerpräsidenten regieren."

Die kommissarische SPD-Vorsitzende bedauerte aber auch das starke Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen:

"Es ist generell bedrohlich, dass die AfD in beiden Bundesländern zweitstärkste Kraft geworden ist."
(Malu Dreyer, SPD)

Gerade in Brandenburg sei die Situation "bedrückend", weil der Vorsitzende der AfD in Brandenburg, Andreas Kalbitz, "ganz unverhohlen eine klare Nähe zur NPD" habe, sagte Dreyer. "Insofern müssen wir auch bessere Antworten auf das Thema AfD finden."

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