picture allianceGuido Kirchnerdpa (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Krisengipfel wegen Wald-Schäden Klöckner will 800 Millionen Euro Nothilfe für den Wald bereitstellen

Beim Waldgipfel in Berlin hat Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner staatliche Hilfen in Aussicht gestellt. Mit dem Geld sollen mehr als 180.000 Hektar geschädigte Fläche wieder aufgeforstet werden.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) kündigte zusätzliche 547 Millionen Euro zur Bekämpfung der Wald-Schäden an.

Zusammen mit den Hilfen der Bundesländer könnten so insgesamt 800 Millionen Euro in die Wiederaufforstung fließen. Bei der Aufforstung sollen nach Aussage von Klöckner vor allem Mischwälder mit heimischen Arten entstehen.

Schon vor dem Treffen in Berlin hatte Klöckner im SWR Tagesgespräch erklärt, dass die Finanzhilfen von Bund und Ländern auch nach Klimaschutzaspekten vergeben würden.

Waldbesitzer fordern Unterstützung

Der Wald in Deutschland ist durch Dürre, Brände und Schädlinge schwer angeschlagen. Waldbesitzer hatten bereits vor Monaten Alarm geschlagen und staatliche Unterstützung gefordert. Nach ihrer Ansicht seien jedoch rund 2,3 Milliarden Euro an Soforthilfen nötig.

"Eines ist klar: Der Bund wird nicht die Schäden ersetzen können."

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Die Hilfen, so die Landwirtschaftsministerin, seien auch deswegen nötig, weil Wälder "enormes Klimaschutzpotential" böten.

Kleine Waldbesitzer sollen nach den Plänen des Waldgipfels beraten werden, damit sie ihre Flächen klimaresistent machen können. Außerdem soll Forstämter mehr Personal bekommen.

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