Schüler protestieren für mehr Klimaschutz (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Klimaschutz statt Schule Eisenmann: "Habe kein Verständnis für Schulstreik"

AUTOR/IN

Klimaschutz-Proteste statt Unterricht? Die baden-württembergische Kultusministerin hält das für keine gute Idee - und schlägt pädagogische Strafen für Schulschwänzer vor.

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sieht die zunehmenden Schülerproteste für mehr Klimaschutz im Land kritisch. Grundsätzlich freue sie sich über engagierte Schülerinnen und Schüler, und der Einsatz für den Klimaschutz sei auch ein wichtiges Thema. "Warum man das aber mit der Schule verbindet und dann die Schule bestreikt, dafür fehlt mir die Einsicht", so Eisenmann im SWR.

"Am Ende haben wir gar keinen Unterricht mehr"

Eisenmann fordert die Schüler auf, sich nicht während des Unterrichts, sondern in der schulfreien Zeit zu engagieren. "Stellen Sie sich vor, wir hätten mittwochs eine Demo für Menschenrechte, freitags für Klimaschutz – wenn das alles parallel zum Unterricht stattfindet, haben wir irgendwann gar keinen mehr", meint Eisenmann.

Klimaschutz-Aufsatz statt Demo

Der Forderung der Jungen Union, die Fehlstunden der demonstrierenden Schüler ins Zeugnis einzutragen, erteilt sie eine klare Absage. Sie halte einen pädagogischen Umgang für sinnvoller. Zum Beispiel könnten die betroffenen Schüler als Strafe für die Fehlzeiten einen Aufsatz über den Klimaschutz schreiben. "Die Schülerinnen und Schüler, die fehlen, haben auf jeden Fall keine drastischen Maßnahmen zu erwarten. Die Schulen gehen damit sehr bewusst um", betont Eisenmann.

AUTOR/IN
STAND