SWR  (Foto: SWR)

Klimaproteste von Fridays for future. Ein Kommentar Klimaschützer in der Luxusblase

AUTOR/IN

Freitag ist Klimademotag. Martin Rupps denkt dabei an Menschen, die tatsächlich in Angst und Not leben, die ein schweres Leben haben – auch in Deutschland.

Samstag ist Putztag. Freitags Demotag. Die Bewegung "Fridays für Future" ruft zum vierten globalen Klimastreik auf.

Die Wut auf der Straße sei ungebrochen groß, schreibt heute der stellvertretende Chefredakteur von t-online, Peter Schink. Weiß der Mann, was Wut ist? Vielleicht sollte er mal nach Chile oder in den Iran reisen, wo Menschen um ihr Existenzminimum kämpfen.

Am vierten globalen Klimastreiktag der "Fridays for future"-Bewegung kamen in Freiburg 10.000 Menschen zusammen (Foto: SWR)
Am vierten globalen Klimastreiktag der "Fridays for future"-Bewegung kamen in Freiburg 10.000 Menschen zusammen

Auch in Deutschland gibt es Menschen, die ums Existenzminimum kämpfen. Bei SWR Aktuell können Sie verfolgen, welchen Weg ein Amazon-Paket von der Bestellung bis zur Auslieferung nimmt. Sichtbar wird dabei auch der Arbeitsalltag von Menschen, die das untere Drittel der Gesellschaft bilden: Lagerarbeiter, Paketfahrer, Reinigungskräfte. Sie müssen auch freitags arbeiten, um sich und ihre Familien durchzubringen.

In der Luxusblase der Klimaschützer nehme ich so wenig erbauende Themen nicht wahr. In dieser Blase retten sie gemeinsam mit Journalisten und Politikern die Welt. Journalisten ängstigen sich öffentlich. Politiker erklären Städte oder gleich das Gebiet der Europäischen Union zum Notstandsgebiet.

Diese Leute haben keine Ahnung von Angst und Not, so wenig wie ich. Das ist ein großes Glück!

AUTOR/IN
STAND