In Oslo ist ein Krankenwagen gestohlen worden, bevor mit ihm mehrere Menschen verletzt wurden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Stian Lysberg Solum/NTB scanpix/dpa)

Polizei geht nicht von Terror aus Menschen in Oslo mit gestohlenem Krankenwagen verletzt

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In Oslo hat ein Mann mehrere Menschen mit einem gestohlenen Krankenwagen verletzt. Er und eine Frau wurden festgenommen, die Polizei fand Waffen und Drogen.

Zwei Menschen sind mit einem gestohlenen Krankenwagen in Oslo in eine Gruppe von Passanten gerast. Unter den Verletzten sollen sich eine Frau und ein Kind befinden, das in einem Kinderwagen gesessen hatte. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Ein älteres Ehepaar konnte offenbar in letzter Sekunde zur Seite springen.

Nachdem die tatverdächtigen Personen den Krankenwagen gegen 12.30 Uhr gestohlen hatten, lenkten sie ihn in eine Gruppe Passanten. Offenbar stahlen sie das Fahrzeug an einem Unfallort. Ein Sprecher der Osloer Polizei sagte, die Sanitäter seien am Dienstagmittag zu einem Einsatz, dem Unfall, gerufen worden. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann aus dem Unfallauto den Rettungswagen stahl.

Polizei: Fahrer des Krankenwagens war bewaffnet

Nach Angaben der norwegischen Polizei war der Fahrer bewaffnet. Um ihn aufzuhalten, gaben Polizisten Schüsse ab. Der Polizei zufolge wurde der Fahrer dabei leicht verletzt, er konnte festgenommen werden. Es soll sich um einen Mann Mitte 30 handeln. Auch die Frau, die berauscht gewirkt haben soll, wurde gefasst. Beide sind der Polizei bekannt. Es wurden Waffen und Drogen bei ihnen gefunden.

Noch keine Angaben über Terrorismus

Über dem nördlich des Zentrums gelegenen Wohnviertel, in dem sich der Vorfall ereignet hat, kreisen Hubschrauber. Schülerinnen und Schüler eine nahe gelegenen Schule dürfen das Gebäude derzeit aus Sicherheitsgründen nicht verlassen.

Die Polizei äußerte sich noch nicht dazu, ob es sich um einen terroristischen Anschlag gehandelt haben könnte. "Aber wir ermitteln mit allen Kräften in alle Richtungen", teilten die Ermittelnden auf Twitter mit. Auf einer Pressekonferenz hieß es, sie prüften Hinweise, dass der festgenommene Mann Kontakte zum rechtsextremen Milieu hat.

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