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Aufruf zur Katzenkastration. Ein Kommentar Kastrationspflicht für Katzen!

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Tierschützer werben wieder für eine preiswerte Kastration von Katzen. Gute Idee, meint Martin Rupps. Blöd nur, dass damit hunderttausende frei streunende Katzen außen vor bleiben.

Seit Montag werden in Rheinland-Pfalz wieder landesweit Katzen kastriert. Wer seine Katze bis Monatsende in einem Tierheim des Tierschutzbundes unfruchtbar machen lässt, zahlt weniger als sonst. Der Deutsche Tierschutzbund möchte mit solchen Aktionen die Geburtenrate bei Katzen angesichts übervoller Heime begrenzen.

Der Tierschutzbund fordert wieder zur Kastration von Katzen auf (Foto: SWR)
Der Tierschutzbund fordert wieder zur Kastration von Katzen auf

Gute Idee. Leider erreicht sie nur Hauskatzen, die von ihren Frauchen und Herrchen gebracht werden. Frei streunende Katzen – einige Hunderttausend allein in Rheinland-Pfalz – dürften das Angebot dankend ablehnen.

Weniger Hauskatzen als diese frei streunenden Tiere sind zu einem massenhaften Problem geworden. Tierschützer klagen gern über das elende Katzenleben auf der Straße. Ich denke lieber an ehrenamtliche Helfer in Tierheimen, die am Anschlag arbeiten, und Kinder, die auf Spielplätzen in Katzenkot treten. Und dadurch krank werden können.

Auf Kinderspielplätzen kann Katzenkot eine gesundheitliche Gefahr bedeuten (Foto: SWR)
Auf Kinderspielplätzen kann Katzenkot eine gesundheitliche Gefahr bedeuten

Eine landesweite Kastrationspflicht stoppt nicht die Vermehrung der Straßenkatzen, setzt aber administrativ ein starkes Signal. Das Problem zu vieler Katzen ist von Menschen gemacht. Die Landesregierungen in Deutschland müssen eine Kastrationspflicht erlassen und dürfen diese Frage nicht länger Städten und Gemeinden überlassen.

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