Anhänger der Gelbwesten-Bewegung in Paris (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Julien Mattia/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa)

Jahrestag der Protestbewegung Gelbwesten: Wieder Gewalt und Zerstörung in Paris

Zum ersten Jahrestag der Gelbwesten-Bewegung in Frankreich ist es im Südosten von Paris zu Ausschreitungen gekommen. Mehrere Dutzend Menschen wurden nach offiziellen Angaben festgenommen.

Nach Angaben der Polizei haben Randalierer Autos, Mülltonnen und Baumaterialien in Brand gesetzt. Schaufenster seien eingeworfen und Barrikaden errichtet worden. Außerdem hätten gewalttätige Demonstranten Einsatzkräfte mit Pflastersteinen und Flaschen beworfen. Auffällig war, nur wenige Demonstranten trugen das Erkennungszeichen der Bewegung: die gelbe Warnweste.

Dauer

Polizeikontrollen und gesperrte Metrostationen

In Paris galten auf Grund des Jahrestages Demonstrationsverbote unter anderem auf der Prachtmeile Champs-Élysées. Zahlreiche Metro-Stationen und ein großes Einkaufszentrum am Place d'Italie blieben geschlossen. Die Polizei kontrollierte mehr Personen als sonst. Dabei wurden unter anderem Feuerwerkskörper, Helme und Gasmasken beschlagnahmt.

Im Süden der Stadt kam es am Samstagvormittag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Vermummten und Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Auftakt der Gelbwesten vor einem Jahr mit 280.000 Teilnehmern

Landesweit hatte die Gelbwesten-Bewegung für dieses Wochenende mehr als 200 Blockade-Aktionen angekündigt. Vor einem Jahr waren zum ersten Protestwochenende mehr als 280.000 Demonstranten in gelben Warnwesten auf die Straßen gegangen.

REDAKTION
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