Klara Geywitz und Saskia Esken (r.) kandidieren gegeneinander um den SPD-Vorsitz. (Foto: SWR, SWR)

Interview der Woche SPD-Vorsitz-Kandidatinnen: Streiten, ohne zu spalten

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Saskia Esken und Klara Geywitz konkurrieren mit ihren jeweiligen Duo-Partnern um den Vorsitz der SPD. Wie sie streiten, ohne die Partei zu spalten, und wie sie das Rennen bislang bewerten, haben sie im SWR Interview der Woche erzählt.

Die beiden Rivalinnen um den SPD-Vorsitz, Saskia Esken und Klara Geywitz, sind sich einig, dass der menschliche Umgang in der SPD besser werden müsse. Deswegen mache die SPD dieses Experiment, die Basis über die Parteiführung abstimmen zu lassen.

"Solidarität ist einer unserer wichtigsten Grundwerte"

Damit diese Konkurrenz die Partei nicht spaltet, sei der faire Umgang miteinander für alle Teams von Beginn an wichtig gewesen - auch wenn sie in der Sache hart stritten, sagt Heywitz. Denn auch das unterlegene Team müsse mit daran arbeiten, die SPD wieder stark zu machen. "Solidarität ist einer unserer wichtigsten Grundwerte, den sollten wir auch im persönlichen Umgang üben", sagte Esken.

Anders miteinander umgehen als mit Andrea Nahles

Der Umgang mit Ex-Parteichefin Andrea Nahles habe alle erschreckt. "Auf der anderen Seite zeigt gerade Andrea Nahles jetzt, wie ehemalige Vorsitzende mit der Partei umgehen können. Sie ist mit vielen sicherlich weiterhin im persönlichen Gespräch - aber davon dringt nichts nach außen", sagte Esken. "Sie gibt keine Ratschläge von der Seitenlinie und schon gar keine vergifteten Ratschläge, die wir von unseren anderen ehemaligen Vorsitzenden immer wieder hören."

Die Kandidatenpaare für die SPD-Spitze: Olaf Scholz (v.l.) und Klara Geywitz sowie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Jörg Carstensen/dpa)
Die Kandidatenpaare für die SPD-Spitze: Olaf Scholz (v.l.) und Klara Geywitz sowie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. picture alliance/Jörg Carstensen/dpa

In zwei Wochen wird bekannt gegeben, wen die SPD-Mitglieder an die Spitze gewählt haben: Klara Geywitz und Olaf Scholz oder Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.

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