Ein Kalenderblatt zeigt den 8. März (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa)

Internationaler Frauentag Chancengleichheit lässt noch auf sich warten

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Zum Internationalen Frauentag wird einmal mehr beleuchtet, wie es um die Geschlechtergerechtigkeit steht. Die ist bei Weitem noch nicht da, wo sie sein sollte, sagt SWR-Korrespondentin Julia Barth.

Während das politische Leben in der Hauptstadt ruht, weil Berlin den 8. März erstmals als Feiertag begeht, geht die Diskussion um die Themen zum Weltfrauentag weiter. So fordert der Paritätische Gesamtverband, nicht nur am 8. März, sondern das ganze Jahr müsse für Frauenrechte eingestanden werden. Egal, ob bei der ungleichen Bezahlung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder beim Thema Altersarmut - die Politik sei mehr denn je gefragt zu handeln.

Laut einer aktuellen Studie sieht fast jeder zweite Deutsche die Geschlechtergerechtigkeit noch lange nicht erreicht. Nur gut jeder Vierte ist demnach der Meinung, dass das Geschlecht heute kaum mehr einen Unterschied macht.

Politiker fordern mehr Anstrengungen für Gleichstellung

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht in der Chancengleichheit auch ein Wirtschaftsthema und einen handfesten Wettbewerbsvorteil. Obwohl Deutschland ohne die Leistung von Frauen nicht Weltspitze wäre, seien Frauen in Führungsetagen weiter unterrepräsentiert. Daran, so Altmaier, müsse entschlossener gearbeitet werden.

Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) ruft zu mehr Anstrengungen auf und findet: Ohne Gleichstellung gäbe es keine echte Demokratie.

Frauenministerin Franziska Giffey (SPD) sagt, sie wünsche sich eine Arbeitswelt, in der Frauen in typischen Männerberufen ebenso arbeiten könnten wie Männer in typischen Frauenberufen.

So versuchte sich Giffey selbst am Donnerstag anlässlich des erstmals stattfindenden Netzwerk-Treffens deutscher Müllwerkerinnen in dem männlich dominierten Berufsbild:

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