Der Himmel hinter der Grabkapelle und dem Mercedes-Stern auf dem Mercedes Benz-Werk Untertürkheim, ist kurz vor Sonnenaufgang orange gefärbt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Immer weniger Diesel Daimler stoppt Bau von Diesel-Motoren in Untertürkheim

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Im Daimler-Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim sollen bald keine Diesel-Motoren mehr zusammengebaut werden. Der Fokus geht hin zum Benzin-Motor.

Ein Novum in der Geschichte von Daimler. Aus dem Traditionswerk in Stuttgart-Untertürkheim werden künftig keine fertigen Diesel-Motoren mehr kommen. Das hat der Daimler-Betriebsrat gegenüber dem SWR bestätigt. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Demnach sei der Grund für die Entscheidung eine immer weiter sinkende Nachfrage von Diesel-Motoren. Trotzdem werde Daimler aber auch in Zukunft weiterhin Teile für Dieselmotoren in Untertürkheim produzieren, so der Betriebsratchef des Werks, Michael Häberle. Bereits im Sommer ist dazu eine entsprechende Betriebsvereinbarung geschlossen worden.

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Jobs werden laut Betriebsrat aber nicht wegfallen. Im Gegenteil: Gegenüber dem SWR sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Michael Brecht, dass im Werk durch die Vereinbarung sogar neue Arbeitsplätze entstünden. Denn im Daimler-Stammwerk sollen künftig mehr Benzinmotoren als bisher produziert werden. Aktuell kämpft der Betriebsrat außerdem dafür, dass in Untertürkheim künftig die Antriebe für die E-Autos von Daimler gebaut werden. Doch die Chancen dafür stehen offenbar schlecht. Stattdessen könnte ein externer Zulieferer bei der Produktion zum Zug kommen.

Der Mercedes-Stern auf dem Mercedes-Benz Werk Untertürkheim strahlt im Sonnenschein. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Fabian Sommer/dpa)
In Stuttgart-Untertürkheim werden fast alle Daimler-Motoren gefertigt. Das Stammwerk ist die älteste noch in Betrieb befindliche Produktionsstätte des Konzerns. Bereits seit 1904 werden hier traditionell die Verbrennungsmotoren produziert. picture alliance/Fabian Sommer/dpa
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