Hurrikan "Dorian" (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Gerald Herbert/AP/dpa)

Hurrikan "Dorian" Überschwemmungen und heftiger Wind: Sturm verwüstet Bahamas

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Alarmzustand auf den Bahamas: Seit Sonntag wütet dort einer der schwersten Stürme seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch die USA bereiten sich vor.

Auf den Bahamas spitzt sich die Lage zu: Das Auge von Hurrikan "Dorian" ist auf der nördlichen Insel fast zum Stehen gekommen. Der Insel drohe "extreme Zerstörung", teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mit. Der Wind fege mit bis zu 270 Stundenkilometern über die Insel Grand Bahama. Der Insel drohen "extreme Zerstörung" und meterhohe Wellen.

Die Situation bleibt angespannt, denn der Sturm bewegt sich nur noch mit weniger als zwei Stundenkilometern weiter. Momentan zieht Dorian nach Westen, Richtung Küste von Florida.

Hurrikan "Dorian" steckt über den Bahamas fest und sorgt für Verwüstungen auf Grand Bahama.

Ausmaß der Schäden noch nicht abzusehen

Wie groß die Schäden auf den nördlichen Bahamas sind, ist noch nicht absehbar. In unserem Video ist zu sehen, dass auf den östlichen Abaco-Inseln Bäume umgeknickt sind, Straßen unter Wasser stehen und Häuser überflutet sind.

Der Außenminister der Bahamas, Darren Henfield, sagte, es sei zu "katastrophalen Schäden" gekommen. Es gebe auch Berichte über Tote, die seinen aber noch nicht bestätigt. Sobald das Wetter es zulasse, würden Ersthelfer in die betroffenen Gebiete fahren.

Stromausfälle und Überschwemmungen

Auf Grand Bahama war zum Teil der Strom ausgefallen, Straßen standen unter Wasser. Der Flughafen in der größten Stadt Freeport stehe auch unter Wasser, schreibt die örtliche Zeitung "The Tribune".

"Dorian" hat auch Dächer von Häusern weggerissen, ist auf Videos von Inselbewohnern zu sehen. Außerdem wirbelte er Autos aufs Dach und zerstörte Stromverbindungen. Für die Insel Grand Bahama wurden für den Verlauf des Montags weitere Schäden erwartet.

Bahamas bleiben im Auge des Sturms

"Wir wollen, dass sie sich in Sicherheit bringen", riet der Staatsminister von Grand Bahama, Kwasi Thompson, den Inselbewohnern. "Es werden weitere zehn bis zwölf Stunden sein, in denen wir damit bombardiert werden."

Verwüstungen auf den Bahamas: Stärkster Hurrikan seit 1935

Stärkster Hurrikan seit 1935

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 297 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 354 Kilometern pro Stunde war "Dorian" am Sonntag auf Abaco Island getroffen. Damit ist der Sturm der stärkste Hurrikan, der seit 1935 am Atlantik auf Land traf.

Nach Angaben des Hurrikanzentrums in Miami wird der Sturm der Ostküste von Florida von Montagabend bis Mittwochabend "gefährlich nahe" kommen. Behörden erwarten, dass "Dorian" noch an der Ostküste der USA auf Land treffen könnte.

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