Zwei Männer ziehen Kartons und Lebensmittel auf einer Trage durch das Hochwasser in Venedig. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Alberto Lingria/XinHua/dpa)

Überflutung in historischer Lagunenstadt Hochwasser: Dritte Flutwelle in Venedig

Venedig ist zum dritten Mal innerhalb einer Woche überflutet worden. Rund 70 Prozent der Stadt stehen unter Wasser. Der Markusplatz musste erneut gesperrt werden.

Der Pegelstand stieg am Sonntag auf 1,50 Meter über den Normalwert, erklärte Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro. Der Markusplatz wurde wegen Überschwemmung gesperrt. Städtische Museen blieben geschlossen. Der öffentliche Verkehr war stark eingeschränkt.

Dauer

Bürgermeister: Lage in Venedig ist unter Kontrolle

Bürgermeister Brugnaro rief die Menschen in der Stadt zu "maximaler Vorsicht" auf. Die Lage sei aber unter Kontrolle. Um die schweren Schäden in Venedig beseitigen zu können, hatte Brugnaro einen Spendenaufruf gestartet. Aus dem Ausland komme viel Hilfe, sagte er.

Durch die Überschwemmungen wurden schon in den vergangenen Tagen zahlreiche Kunstschätze in Venedig beschädigt, fast jede zweite Kirche ist betroffen - darunter der Markusdom. Der Kulturbeauftragte des Vatikans, Kardinal Ravasi, hat die Zerstörung mit dem Brand von Notre-Dame in Paris verglichen.

Probleme durch starke Schneefälle

Während Venedig gegen Wassermassen kämpft, herrscht in Südtirol Schneechaos. Eine Lawine aus Schnee und Geröll schob sich dort durch ein Dorf und beschädigte Häuser. Verletzt wurde niemand. Auch in Teilen Österreichs sorgen starke Schneefälle für Probleme.

REDAKTION
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