Hochgestellte Stühle in einem Klassenzimmer (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Monika Skolimowska/ZB/dpa)

Hitzefrei ist nicht so einfach Schulleiter können Schüler oft nicht nach Hause schicken

Die Temperaturen im Südwesten steigen diese Woche wieder. Am Donnerstag könnte die 40-Grad-Marke geknackt werden. Doch Schulen können den Schülern nicht mehr einfach so "hitzefrei" geben.

Seit 1975 gilt die Regel: Steigen die Temperaturen zwischen 10 und 11 Uhr morgens auf mindestens 25 Grad, heißt das hitzefrei. Doch was früher meist unproblematisch war, ist heute offenbar fast unmöglich. Viele Eltern sind berufstätig und verlassen sich darauf, dass ihre Kinder - zum Beispiel an einer Ganztagsschule - auch ganztägig betreut sind, sagt Christiane Naas im SWR. Sie ist Schulleiterin an einer Ganztagsschule in Waghäusel im Landkreis Karlsruhe.

Wie Schüler und Lehrer mit der Hitze umgehen, sagt Schulleiterin Naas im Audio.

Zu heiß - Konzentration weg

Dabei gibt es viele Probleme. Wird es in den Klassenräumen zu heiß, sei kaum noch normaler Unterricht möglich, sagt Naas. "Man merkt, dass man sich nicht mehr konzentrieren kann und dass einem schlecht wird." In der Schule in Waghäusel haben Schüler und Lehrer dann die Möglichkeit, in tiefer gelegene Räume auszuweichen. "Dort ist es nicht ganz so warm", sagt Naas.

Ausgeklügeltes Betreuungskonzept

Die Schule in Waghäusel hat schon zu Schuljahresbeginn ein Betreuungskonzept mit der Schulbehörde und den Elternvertretern erarbeitet. Zusätzlich wurden die Eltern gefragt, ob ihre Kinder eventuell auch früher als sonst nach Hause kommen können. Ist das möglich, schickt Schulleiterin Naas diese Schüler ab 14 Uhr nach Hause. Können die Kinder aber nicht betreut werden, "sind die Schüler aber auch in jedem Fall bis 15:30 Uhr betreut".

AUTOR/IN
STAND