Die Gewalt in Venezuela eskaliert erneut (Foto: Imago, ZUMA Press)

Hilfslieferungen wurden gestoppt - mehrere Tote Ausland verurteilt Gewalt der Maduro-Regierung

Venezuela ist eine Festung: Dringend benötigte Hilfsgüter oder Medikamente kommen nicht in das Land. Die Maduro-Regierung erntet scharfe Kritik für ihr gewaltsames Vorgehen.

An der Grenze zu Kolumbien versuchen Venezolaner weiter, Hilfsgüter ins Land zu bekommen. Staatschef Nicolás Maduro hat die Grenzübergänge nach Kolumbien schließen lassen und brach alle diplomatischen Beziehungen zu dem Land ab. Am Wochenende sind bei Krawallen an der Grenze mindestens vier Menschen getötet worden.

EU verurteilt Gewalt der Maduro-Regierung

Die Europäische Union hat den gewaltsamen Widerstand Maduros gegen Hilfslieferungen aus dem Ausland verurteilt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte am Sonntag: "Die Weigerung des Regimes, die humanitäre Notlage anzuerkennen, führt zu einer Eskalation der Spannungen."

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) schloss sich Mogherinis Forderung an die venezolanischen Sicherheitskräfte an, auf Gewalt zu verzichten und die Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Die EU stehe bereit zu helfen. Dafür müsse das Maduro-Regime endlich seine Blockade aufgeben, so Maas.

Auch US-Außenminister Mike Pompeo kritisierte Maduros Vorgehen scharf. Auf Twitter nannte er Maduro einen "kranken Tyrannen", der "Lebensmittellieferungen an hungrige Menschen stoppt".

Hilfslieferungen gewaltsam gestoppt

Vier Lastwagen wurden auf der Grenzbrücke zu Kolumbien von venezolanischen Sicherheitskräften mit Tränengas und Gummigeschossen zum Stehen gebracht. Zuvor hatten sie eine erste Barriere durchbrochen. Einige Fahrzeuge wurden in Brand gesteckt. Das Militär setzte Tränengas und Gummigeschosse ein.

Ein aus Puerto Rico kommendes Schiff mit Hilfsgütern wurde in der Karibik von venezolanischen Kriegsschiffen unter Androhung von Waffengewalt abgewiesen.

REDAKTION
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