Handy-Auswertung bringt offenbar nichts

Die umstrittene Auswertung von Handy-Daten bringt bisher offenbar so gut wie keine Erkenntnisse über die Herkunft von Asylbewerbern. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden von Januar bis August die Daten von 7.000 Flüchtlingen ausgelesen. Bei 41 Asylbewerbern gab es Unstimmigkeiten. Jede dritte Analyse bestätigte die Angaben der Flüchtlinge, in fast zwei Dritteln aller Fälle hätten sich keine Erkenntnisse gewinnen lassen. Das Verfahren, Handys auszulesen wurde eingeführt, um falsche Angaben über die Herkunft der Asylbewerber zu erkennen und Asylverfahren schneller abzuschließen. Die Linken-Politikerin Ulla Jelpke sagte der "Süddeutschen Zeitung", anhand dieser Ergebnisse sei dieses Argument ein schlechter Scherz. Die hohen Kosten stünden in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

STAND