Grafik: Häusliche Gewalt (Foto: Imago, imago)

Giffey will Hilfsangebote ausbauen Immer mehr Fälle häuslicher Gewalt in Deutschland

Im vergangenen Jahr wurden fast 140.000 Menschen von ihrem Partner oder Ex-Partner misshandelt. 82 Prozent davon sind Frauen. Das zeigen die neuen Zahlen des Familienministeriums.

Von Stalking über Vergewaltigung bis hin zu Mord – die Zahlen von häuslicher Gewalt sind gestiegen.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erklärt die Steigerung auch dadurch, dass immer mehr Opfer die Taten anzeigten. Aber viele Opfer schweigen auch - aus Angst, aus Scham, aus Hilflosigkeit. Die Dunkelziffer sei daher sehr hoch, so Giffey.

Die meisten Opfer sind Frauen

Und es gibt einen neuen Straftatbestand: Beraubung der sexuellen Selbsbestimmung. Nötigung, Zuhälterei und Zwangsprostitution fallen darunter.

Laut Giffey sind 82 Prozent der Opfer weiblich, 18 Prozent der Opfer männlich. Die Familienministerin kündigte an, dass unter anderem Hilfseinrichtungen wie Frauenhäuser ausgebaut werden sollen. Dafür solle unter anderem ein Förderprogramm in Höhe von sechs Millionen Euro aufgelegt werden. Dieser Betrag werde in den Folgejahren weiter erhöht.

Häusliche Gewalt in allen gesellschaftlichen Schichten

Giffey betonte auch, dass sich das Problem durch alle gesellschaftlichen Schichten ziehe. Sie widersprach den Behauptungen, dass die Zuwanderung ein entscheidender Faktor bei den partnerschaftlichen Gewalt sei. Der überwiegende Teil der Täter sei "bio-deutsch" - laut Statistik knapp 68 Prozent, so die Familienministerin.

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