Ein Passwort wird auf einem Laptop über eine Tastatur eingegeben. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Oliver Berg/dpa)

Hackerangriff auf BMW Warum große Unternehmen eine leichte Beute sind

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Eine Hackergruppe mit angeblichen Verbindungen nach Vietnam, soll in das Computernetzwerk des Autobauers BMW eingedrungen sein. Das berichtete der Bayerische Rundfunk am Freitag. Wie kann das passieren? Ganz einfach, sagt ein IT-Experte.

Was in kleineren Betrieben meist ganz gut funktioniert, ist in großen Konzernen nur schwer umsetzbar. Das sagt der IT-Sicherheitsberater Sebastian Schreiber im SWR. Es sei so, dass gerade diese Firmen "viele Büros haben, viele Dienste im Internet anbieten, [...] sodass es für einen Täter relativ einfach ist, ein großes, kompliziertes, verteiltes Unternehmen anzugreifen." 

Große Unternehmen sind "im Fadenkreuz"

Im Fall des Hackerangriffs auf das Computernetzwerk des Autobauers BMW, seien Internetseiten des Konzerns täuschend echt "nachgebaut" worden. Indem Mitarbeiter bei BMW darauf klickten, sei eine Schadsoftware beim Autohersteller installiert worden. Hinzu komme, so Schreiber, dass sich bei großen Konzerne "spannende Informationen befinden, die man ausspähen kann."

Hacker täuschten mit nachgemachter BMW-Seite

"Es wurde eine Webseite online gestellt, die so aussah wie eine Niederlassung", sagt Schreiber. Als dann - möglicherweise Mitarbeiter bei BMW - darauf klickten, seien die Systeme im Unternehmen infiziert worden. In IT-Sicherheitskreisen werde ein derartiges Verfahren "Waterholing" genannt. Derartige Angriffe könnten kaum abgewehrt werden, sagt Schreiber. Vor allem bei Firmen, die in mehreren Ländern aktiv seien, sei das "fast nicht zu stemmen."

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