Spendengeld wird in einem Korb gesammelt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Gutes tun So kommt Ihre Spende richtig an

Im Dezember landen viele Spendenaufrufe im Briefkasten. Es ist der Monat mit dem höchsten Spendenaufkommen. Doch wie spende ich so, dass das Geld auch bei den Bedürftigen ankommt?

Die Deutschen geben gerne und sie geben viel. Wer spendet, will selbstverständlich auch, dass soviel wie möglich von den Spenden bei den Hilfsbedürftigen ankommt. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen und woran Sie seriöse Organisationen erkennen können.

Siegel bieten Orientierung

Am bekanntesten dürfte das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) sein. Hilfsorganisationen, die sich dort prüfen lassen, müssen nachweisen, dass sie mit den Spendengeldern sorgfältig und vertrauensvoll umgehen. Auf der Webseite des DZI gibt es eine Datenbank, in der Organisationen mit und ohne Spendensiegel aufgeführt sind.

Geprüft werden Organisationen, die sich selbst beim DZI melden und auch die Kosten für die Prüfung zahlen. Die kann zwischen 600 und 800 Euro betragen. Kleinere Organisationen wollen das vielleicht nicht ausgeben und sind daher manchmal nicht aufgeführt, können aber trotzdem seriös sein.

Das Logo des DZI (Foto: DZI)
Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen DZI

Besser nicht an der Haustür oder auf der Straße spenden

Vorsicht gilt dagegen bei Spendensammlern auf der Straße oder direkt an der eigenen Haustür. Wer dazu auch noch Druck ausübt, auf die Tränendrüse drückt oder versucht, dem Angesprochenen ein schlechtes Gewissen zu machen, der sollte gar nichts bekommen.

Spendendose mit einem 5-Euro-Schein (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Vorsicht bei Spendensammlungen auf der Straße. Picture Alliance

Unseriöse Sammler

Regelmäßig erlassen Behörden Sammlungsverbote für Haus- und Straßensammlungen, wenn sich Organisationen als nicht vertrauenswürdig herausstellen. In Rheinland-Pfalz ist dafür die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier zuständig. Sie überprüft karitative Sammlungen und veröffentlicht gegebenenfalls die Verbote.

In Baden-Württemberg gab es bis 2013 ein Sammlungsgesetz, nach dem Haus- und Straßensammlungen erlaubnispflichtig waren. Jetzt können Polizei und Ordnungsbehörden einschreiten, wenn Sammlungen die öffentliche Sicherheit und Ordnung stören.

Spenden im Internet

Aufpassen sollte man auch bei Spendenportalen im Internet. Im Netz fällt es nicht immer leicht, seriöse von unseriösen Spendensammlern zu trennen. Spendenportale wie betterplace.org oder helpdirect.org haben aber einen guten Ruf.

Spenden mit dem Smartphone

Auch mit dem Handy kann man inzwischen spenden. Selbst etablierte Hilfsorganisationen wie „Aktion Deutschland hilft“, „Welthungerhilfe“ oder „Brot für die Welt“ bieten dies mittlerweile an. Das funktioniert einfach und unkompliziert. Wissen muss man nur, dass bei der SMS-Spende immer ein Paar Cent Transaktionskosten anfallen können, die im Spendenaufruf aber auch transparent ausgewiesen werden müssen.

Unsere Hilfsaktion Herzenssache

Logo Herzenssache (Foto: SWR, SWR)
Die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank. SWR

Herzenssache e.V. – das ist die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank. Sie kümmert sich um Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Gerade wurde die Rekord-Spendensumme von 1.847.873 Euro erreicht. Die ordnungsgemäße Verwaltung der Spenden und des Verwaltungsbudgets wird von einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft regelmäßig überprüft.

Die Aufgabe der Herzenssache, die wie das Video zeigt von vielen Prominenten unterstützt wird, ist es, zu schützen, zu unterstützen und stark zu machen. Kinder und Jugendliche, die im Südwesten Deutschlands leben, sollen auf Dauer gleiche Chancen haben.

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