picture allianceJulian Stratenschultedpa (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Eigenes Programm zum Klimaschutz Grüne: CO2 teurer, dafür Bürgergeld

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Die Grünen setzen im Kampf gegen den Klimawandel auf schärfere Maßnahmen als die Große Koalition. Unter anderem wollen sie einen deutlich höheren CO2-Preis.

"Handeln, und zwar jetzt" - unter diesen Titel hat der Bundesvorstand der Grünen sein knapp 30-seitiges Konzept gestellt - ein Gegenentwurf zum Klimaschutzpaket der Bundesregierung, das aus Sicht der Grünen eine Enttäuschung ist.

Was die Grünen verlangen, geht weit über die Regierungspläne hinaus: Im Bereich Verkehr und Wärme sind die Grünen beispielsweise für eine CO2-Komponente, mit der die Energiesteuern reformiert werden sollten.

40 bis 60 Euro pro Tonne statt 10 Euro

Auch beim CO2-Preis wollen die Grünen mehr: 40 Euro pro Tonne CO2 ab sofort mit einer schnellen Steigerung auf 60 Euro pro Tonne. Zum Vergleich: Die Bundesregierung will, dass die geplanten Verschmutzungs-Zertifikate mit einem Festpreis von nur 10 Euro pro Tonne CO2 starten.

Als sozialen Ausgleich stellen sich die Grünen ein Energiegeld vor: 100 Euro solle jeder Bürger bekommen. Ausdrücklich sprechen sie sich auch für ordnungsrechtliche Schritte aus, sprich: für Verbote. Zu sagen, was geht und was nicht, sei Sinn von Politik und zugleich Innovationsmotor, heißt es in dem Papier. Es störe sich zum Beispiel auch niemand mehr daran, dass Blei in Benzin oder Weichmacher in Kinderspielzeug verboten seien.

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