Gericht verurteilt Frauenärztinnen wegen Abtreibungswerbung

Ein Berliner Gericht hat zwei Frauenärztinnen wegen Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibungen verurteilt. Sie müssten jeweils 2.000 Euro bezahlen, hieß es. Auf ihrer Internetseite hatten die beiden geschrieben, dass in ihrer Gemeinschaftspraxis Schwangerschaftsabbrüche unter anderem in geschützter Atmosphäre und narkosefrei möglich sind. Laut Gericht ist auch das nach der Neufassung des Paragrafen 219a zum Werbeverbot nicht zulässig. Es war der erste Prozess seit der Neuregelung im April. Seitdem dürfen Frauenärzte darüber informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Zu den Methoden dürfen sie allerdings keine Angaben machen.

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