Ein Junge sieht sich in der Schule Nachbildungen von Organen an (Foto: Imago, imago/MITO)

Diskussion um Organspende GEW: Spahn hat sich nicht in Bildungspläne einzumischen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat gefordert, dass über das Thema Organspende auch an Schulen diskutiert wird. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lehnt das ab.

In der Debatte um die Organspende hat die baden-württembergische Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doro Moritz, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) scharf kritisiert. Im SWR sagte Moritz: "Ich finde es bemerkenswert, dass sich der Bundesgesundheitsminister herausnimmt zu sagen, was in den Bildungsplänen der Länder stehen soll."

Spahn hatte in einem Zeitungsinterview angeregt, dass das Thema Organspende auch im Schulunterricht stattfinden sollte. Zwar sei Werbung für Organspende wichtig, so Moritz. Gleichzeitig hält sie es für "absolut falsch zu sagen, die Schule soll jetzt auch noch diese Herausforderung lösen".

Im Audio erklärt Moritz, warum sie es für schwierig hält, bereits mit 16-jährigen Jugendlichen über das Thema Organspende zu sprechen.

Dauer

Organspende bereits Unterrichtsthema

Laut der Gewerkschafterin beschäftigen sich die Lehrerinnen und Lehrer schon heute in verschiedenen Unterrichtsfächern mit dem Thema Organspende. Moritz richtete die Forderung an die Politik, selbst Konzepte zum Umgang mit der Organspende zu entwickeln. Dazu müsse dringend die Öffentlichkeitsarbeit optimiert werden, so Moritz.

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