Trump und Netanjahu (Foto: Reuters)

Friedensplan für Israel und Palästina Trump schlägt Zwei-Staaten-Lösung in Nahost vor

Der Nahost-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump sieht eine Zwei-Staaten-Lösung vor. Das teilte er in Washington mit. Die Palästinenserführung hatte den Plan bereits vor der Vorstellung als einseitig zurückgewiesen.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte Trump, er wolle einen "großartigen Deal für die Palästinenser", die die Möglichkeit hätten, zu einem "wirklich unabhängigen und wunderbaren Staat" zu werden.

Über Trumps Pläne berichtet Korrespondent Sebastian Hesse aus Washington:

Dauer

Palästinensische Hauptstadt in Ost-Jerusalem

Den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas rief er zur Zusammenarbeit auf. Er solle "den Weg des Friedens wählen", dann könne er auf die Hilfe der USA und anderer Staaten zählen.

Nach Angaben von Trump sieht der Plan eine Hauptstadt der Palästinenser in Ost-Jerusalem vor. Dort würden die USA "stolz" eine Botschaft eröffnen.

Dagegen erkenne der Plan Israels Anspruch auf Gebiete im Westjordanland an, wie Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sagte.

Palästinenser boykottierten Zusammenarbeit

Die Palästinenser lehnen die Vorschläge der USA ab. Die radikale Hamas bezeichnete die Vorschläge Trumps als Unsinn. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte, der Plan werde nicht durchkommen. Im Gazastreifen gab es heute schon im Vorfeld Proteste. Die israelische Armee verstärkte ihre Präsenz im Jordantal.

Bereits vor der Veröffentlichung von Trumps Plan hatte die Palästinenserführung diesen allerdings als Verstoß gegen UN-Resolutionen und geltendes Völkerrecht zurückgewiesen. Sie wirft Trump vor, in dem Konflikt einseitig Partei für Israel zu ergreifen und boykottierte deshalb die Zusammenarbeit.

REDAKTION
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