Eine Tankstelle mit extrem hohen Spritpreisen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa)

Sommerkongress in Dortmund So viel kosten die Forderungen der Fridays for Future-Aktivisten

Ganz oben auf der Liste der Forderungen: Alle Subventionen auf fossile Energieträger sollen gestrichen werden. Was das im Alltag bedeuten würde? SWR-Umweltredakteur Werner Eckert hat mal gerechnet.

Die Kosten für Diesel und Co.

Vor allem Diesel würde teurer und zwar um mindestens 18 Cent. Auch Kerosin würde besteuert. Für einen Flug von Frankfurt nach Mallorca müssten Reisende 60 Euro mehr bezahlen. Allerdings käme da jeweils noch die CO2-Steuer dazu: 180 Euro je Tonne. In diesem Fall übernehmen die Fridays for Future-Aktivisten eine Kalkulation des Umweltbundesamtes und demnach wären es gut 40 Cent pro Liter zusätzlich.

Allerdings sollen die zusätzlichen Einnahmen - nach derzeitigem Stand der Diskussion - den Bürgern auf andere Art und Weise zurückgegeben werden.

Die Kosten für Strom

Eine weitere Forderung ist, dass ein Viertel der Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Das ist etwas ambitionierter als im Kohlekompromiss der Bundesregierung angedacht, aber machbar, meint SWR-Umweltredakteur Eckert. An Spitzenverbrauchstagen könnte Deutschland aber dann auf Strom-Importe angewiesen sein.

Die Kosten bei 100 Prozent Erneuerbaren Energien

Sehr ambitioniert sind folgende Ziele: 100 Prozent Erneuerbare und Netto-Null Klimagase schon ab 2035. Das bedeutet, dass schon in fünf Jahren praktisch keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden dürften, zwei Drittel aller Häuser müssten voll gedämmt werden und es wird viel mehr Windräder geben. Fast Dreimal so viele wie heute an Land und 15 Mal so viele auf dem Meer. Solaranlagen müsste es fünfmal so viel geben.

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