Frankreich setzt künftig auch auf Cyberwaffen

Die französische Regierung will künftig neben konventionellen Waffen auch Cyberwaffen einsetzen, also zum Beispiel Programme, um sich Zugang zu Computern von Verdächtigen zu verschaffen. Das kündigte Verteidigungsministerin Florence Parly an. Der Cyberkrieg habe begonnen, und Frankreich müsse zum Kampf bereit sein, sagte sie in Paris. Sie betonte, die Cyberwaffen seien nicht nur zur Abwehr oder einem Gegenschlag vorgesehen, Frankreich sei auch bereit, sie zu offensiven Zwecken einzusetzen.

Im vergangenen Jahr habe es weit über hundert Cyberattacken allein auf das Verteidigungsministerium gegeben. Verantwortlich dafür seien einzelne Hacker aber auch Staaten. Frankreich geht mit seinen Plänen einen Schritt weiter als Deutschland. Hier ist eine staatliche Cyberwaffen-Agentur vorgesehen, die aber rein defensiv arbeiten soll.

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