ICE der Deutschen Bahn (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Bahn modernisiert Strecken Fernreisende müssen mit längeren Fahrzeiten rechnen

30 Jahre nach dem Start der Schnellfahrstrecken saniert die Deutsche Bahn seit Mitte Juni die Gleise. Dabei müssen Reisende mit bis zu 45 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen.

Den Auftakt der Sanierungen macht die Bahn zwischen Hannover und Göttingen. Bis kurz vor Weihnachten sind die ICE-Züge dort etwa 30 bis 45 Minuten länger unterwegs. Betroffen sind laut Bahn Pendler zwischen Nord- und Süddeutschland sowie Berlin und Frankfurt.

Dauer

Die Verspätungen seien aber schon die Fahrpläne eingearbeitet. Während der Bauarbeiten fahren die Züge über die herkömmliche Strecke, das führt allerdings zu Ausfällen und Anpassungen im niedersächsischen Regionalverkehr.

Bundesweite Sanierung geplant

Die Arbeiten zwischen Hannover und Göttingen sind erst der Anfang. Die Bahn will die Schnellstrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart in den kommenden fünf Jahren komplett sanieren.

Für den ersten Abschnitt der Modernisierung hat die Bahn 175 Millionen Euro veranschlagt. Etwa 140 Kilometer Gleise müssen getauscht werden, 47 Weichen, 243.000 Schwellen und 405.000 Tonnen Schotter. Außerdem werden neun Tunnel, acht Talbrücken und die Oberleitung saniert.

Bahn bittet um Verständnis - und Geduld

"Wir wissen, dass die Sanierung den Kunden Geduld und Verständnis abverlangt", sagte die Norddeutschland-Chefin der Bahn, Manuela Herbort. Pendler mit einer Monats- oder Jahreskarte für den ICE sollen finanziell entschädigt werden.

Wenn die Strecke Hannover-Göttingen saniert ist, geht es auf der Strecke zwischen Mannheim und Stuttgart weiter. Die wird vom 10. April 2020 bis 31. Oktober 2020 nicht befahrbar sein. Der Abschnitt Göttingen-Kassel wird von April bis Juli 2021 unterbrochen.

Im Jahr 2022 folgt die Trasse Fulda-Würzburg und schließlich 2023 der Gleisstrang von Kassel nach Fulda. Die Bahn hat zur Modernisierung der Gleisabschnitte eine Infoseite eingerichtet.

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